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07.09.2016, 19:13 Uhr
Pressemitteilung zur Ratssitzung am 06.09.2016
13. Änderung des Flächennutzungsplanes des Flecken Adelebsen hier: Vorranggebiete für Windkraftanlagen DS 34/10

Wie aus der Drucksache ersichtlich, ist es bereits 6 Jahre her, als der Rat beschlossen hat, einen neuen Flächennutzungsplan aufzustellen, um für die Bürgerinnen und Bürger transparent zu regeln, wo Windkraftanlagen gebaut werden können und um einen Wildwuchs von Windkraftanlagen zu vermeiden.

Vorranggebiet für Windkraft sind keine Voraussetzung dafür, dass Windkraftanlagen gebaut werden dürfen. Sie sind vielmehr ein Steuerungsinstrument um zu verhindern, dass ohne gestaltende Beteiligung der Gemeinde allein im Rahmen eines Verfahrens nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz der Bau genehmigt wird. Auch mit Vorranggebieten bleibt es dabei, dass für die Windkraftanlage selbst stets ein Antragsverfahren durchzuführen sein wird, dass die Voraussetzungen des BImSchG prüft. Daran ändert sich nichts.

Der Rat hat seinerzeit ein unabhängiges Büro beauftragt sich mit dem Flächennutzungsplan auseinander zu setzen. Eine genaue Analyse der verfügbaren Flächen und der Begebenheiten im gesamten Gemeindegebiet ist zwingend erforderlich, damit von dem Flächennutzungsplan die gewünschte Wirkung ausgeht, nämlich die Steuerung der Ansiedlung von Windkraftanlagen im Gemeindegebiet, damit nicht die Gefahr droht, dass überall dort wo das Windaufkommen interessant ist, Windräder entstehen können, sondern nur dort, wo nach reiflicher Überlegung auf ein Mindestmaß reduziert der Windkraft Raum eingeräumt wird. Der Rat hat dabei die Bürger aufgerufen, sich schon an dem vorläufigen Verfahren mit Ihren Eingaben zu beteiligen. Dies hat dazu geführt, dass der Rat sich für einen Abstand zum Wohngebiet und auch Mischgebiet für 1200 m ausgesprochen hat, denn der Schutz des Menschen ist uns wichtig und wir wollen dies nicht dem Zufall überlassen, sondern einen Schutzraum festlegen, damit die Windkraft nicht zu nah an die Menschen heranrückt.

Dadurch ist die Fläche in Güntersen herausgefallen. Die alten Anlagen haben Bestandsschutz. Ebenso halten wir die harten und auch die weichen Tabuzonen ein. Während des ganzen Verfahren haben wir mit dem Landkreis Göttingen eng zusammengearbeitet und auch wichtige Hinweise von der BI oder der Bevölkerung, die uns erreicht haben, sind wir nachgegangen und haben sie fachlich beurteilen lassen.

Nach der Abwägung im Bauausschuss letzter Woche ist es jetzt soweit, dass dieser Rat zur heutigen Beschlussfassung den Flächennutzungsplan beschließt. Und das ist auch richtig so. Wir die CDU Fraktion wollen auf keinen Fall, dass ein Investor aufgrund der Privilegierung laut Baugesetzbuch Windräder auf Gemeindegebiet bauen kann, wo er will. Außerdem möchten wir verhindern, dass hier dann die nur Abständen von 400m zum Wohngebiet zum Tragen kommen.

Der Rat hat sich ausführlich mit diesen Thema beschäftigt und fachkundig beraten lassen, auch wenn das von verschiedener Seite immer wieder bestritten wird bzw. in Frage gestellt wird.

Der Rat bekommt vom Gesetzgeber den Rahmen genau vorgeschrieben in welchen er sich bewegen kann. Dazu sind wir verpflichtet unabhängig von unserer persönlichen Meinung. Es ist unsere Aufgabe sachlich und neutral zu Wohle des Bürgers zu entscheiden. Und wir haben auch Verständnis für ihre Ängste und Bedenken.

Ihre Hinweise und Beobachtungen finden im Umweltbericht Beachtung. Dies ist dann in der nächsten Genehmigungsebene zu berücksichtigen. Hier wird sich aus unserer Sicht noch einiges tun.

Wenn hier eine Partei für die Kommunalwahlen verspricht "Keine Windkraftplanung gegen Menschen und Natur", dann ist das unseriös und schlicht und ergreifend nicht den Tatsachen entsprechend, denn solche Versprechen sind rechtlich nicht durchsetzbar. Wir wollen dagegen Rechtssicherheit schaffen, die dazu führt, dass Abstände zur Wohnbebauung festgesetzt werden und der Wildwuchs an jeder beliebigen Stelle unterbleibt.

Ein Fazit. Wir haben alles richtig gemacht im Rahmen unserer vorgeschriebenen Möglichkeiten.


gez. Nicole Schulz

Fraktionsvorsitzende

 

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